Fluxaro Software GmbH
Monitoring Radar: Wenn Ihr Kunde Konkurs anmeldet — und Sie es zuletzt erfahren
Produkte 4 Min. Lesezeit Veröffentlicht am 10. Mai 2026

Monitoring Radar: Wenn Ihr Kunde Konkurs anmeldet — und Sie es zuletzt erfahren

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Florian Grbic

Fluxaro Software GmbH

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ihre Firma hat offene Forderungen über CHF 80'000 bei einem langjährigen Kunden. Vier Wochen später lesen Sie zufällig in der Lokalzeitung, dass dieser Kunde Konkurs angemeldet hat — vor zehn Tagen. Konkursforderung anmelden? Zu spät, die Frist läuft längst.

Solche Geschichten passieren in Schweizer KMU jeden Monat. Der Schaden ist meistens vermeidbar, weil die Information öffentlich verfügbar war — nur hat sie niemand gelesen.

Genau dieses Problem löst Monitoring Radar.

Das Problem: 60 SHAB-Publikationen pro Tag liest niemand

Das Schweizerische Handelsamtsblatt (SHAB) publiziert jeden Werktag Dutzende von Einträgen — Konkurse, Liquidationen, Auflösungen, Management-Wechsel, Standortverlagerungen, Fusionen. Für jede Schweizer Firma stehen die Veränderungen öffentlich da.

In der Theorie könnten KMU das täglich lesen. In der Praxis macht das niemand. Drei typische Szenarien, die wir bei Schweizer KMU sehen:

Szenario 1 — Forderungsausfall durch verpasste Konkurseröffnung

Ein IT-Dienstleister hat einen langjährigen Kunden mit monatlichen Wartungspauschalen. Der Kunde gerät in Schieflage, eröffnet Konkurs, alle vier offenen Rechnungen sind verloren — weil niemand die Konkurseröffnung im SHAB gesehen hat.

Szenario 2 — Verpasste Verkaufschance bei Management-Wechsel

Bei einem Bestandskunden wechselt der Geschäftsführer. Die ersten 90 Tage sind die kritische Phase, in der ein neuer CEO Lieferantenbeziehungen überprüft und neue Verträge schliesst. Wer das nicht weiss, wird drei Monate später ausgemustert — ohne Chance zu reagieren.

Szenario 3 — Standortverlagerung ohne Reaktion

Ein Bestandskunde verlegt seinen Sitz in einen anderen Kanton. Für Lieferanten und Dienstleister können sich dadurch Liefer-Konditionen, Steuersituation und sogar Vertragslaufzeiten ändern. Wer es nicht erfährt, hat Pech gehabt.

Lösung: Monitoring Radar überwacht den Kundenstamm täglich

Monitoring Radar ist ein einfaches Versprechen: Sie laden Ihre Kundenliste hoch — wir alarmieren Sie bei jedem relevanten Handelsregister-Ereignis.

Wie das Matching funktioniert

Sie laden Ihre Kundenliste als CSV hoch oder synchronisieren sie über die API. Wir matchen primär über die Schweizer UID (Unternehmens-Identifikationsnummer) — die ist stabil und eindeutig. Zusätzlich machen wir einen normalisierten Namensabgleich, der Schreibvarianten und Umfirmierungen erkennt: "Müller GmbH" findet auch "Müller GmbH (in Liquidation)" oder "Müller AG" nach einer Rechtsformänderung.

37 Ereignistypen — 11 Risiko + 11 Chance + 15 weitere konfigurierbare Mutationen

Wir überwachen das gesamte SHAB-Spektrum, kategorisiert in drei Gruppen:

Risiko-Signale (Forderungsschutz):
Konkurs · Konkurseröffnung · Auflösung · Liquidation · Löschung · Kapitalherabsetzung · Spaltung · Vermögenstransfer · Gerichtsentscheid · Nachlassvertrag · Nachlassstundung

Chancen-Signale (Verkaufstrigger):
Führungswechsel · Zweckänderung · Kapitalerhöhung · Sitz- & Adresswechsel · Fusion · Rechtsformwechsel · Namensänderung · Widerruf Liquidation · Wiedereintrag · Zweigniederlassung · Statutenänderung

Weitere konfigurierbare Mutationen:
UID-Änderungen · Kapitalband · Stückelung · Nominellveränderungen · Liberierung · und weitere — insgesamt 15 zusätzliche Typen.

Pro Ereignistyp konfigurieren Sie individuell, ob und wie Sie alarmiert werden.

Drei Benachrichtigungs-Kanäle parallel

  • Aufgabe in der Plattform — automatische Zuweisung an einen Mitarbeitenden, mit Deadline und Status-Tracking
  • E-Mail — an einen oder mehrere Empfänger, mit allen Details aus der SHAB-Publikation
  • Webhook / API — direkt in Ihr CRM, in Slack, in Microsoft Teams, in n8n — was immer Sie nutzen

3 Use-Cases aus der Praxis

Use-Case 1 — Treuhand schützt vor Forderungsausfällen

Eine Treuhand-Kanzlei mit 350 Bestandskunden lädt ihre Kundenliste in Monitoring Radar. Konfiguration: alle 11 Risiko-Signale aktiv, sofortige E-Mail an die Buchhaltung. Im ersten Halbjahr: zwei Konkurseröffnungen frühzeitig erkannt, beide Forderungen rechtzeitig zur Konkursforderung angemeldet — Verlust deutlich reduziert.

Use-Case 2 — IT-Dienstleister nutzt Management-Wechsel

Ein Schweizer IT-Dienstleister überwacht 80 Bestandskunden gezielt auf Management-Wechsel. Bei jedem neuen CEO/CFO landet automatisch eine Aufgabe beim zuständigen Account-Manager: "Innerhalb 14 Tagen Kennenlern-Gespräch initiieren." Resultat: Account-Verluste durch CEO-Wechsel halbiert.

Use-Case 3 — Versicherungsbroker erkennt Kapitalerhöhungen

Ein Versicherungsbroker konfiguriert Webhooks für Kapitalerhöhungen über CHF 1 Mio. — diese werden direkt im CRM als „Cross-Sell-Opportunity" markiert. Begründung: höheres Kapital bedeutet höhere Werte zu versichern.

Was Monitoring Radar nicht ist

Monitoring Radar ist kein Wirtschaftsauskunfts-Dienst und kein Bonitäts-Scoring. Wir machen keine Prognosen — wir reporten Fakten aus dem öffentlichen Handelsregister, am gleichen Tag, an dem sie publiziert werden. Saubere, einfache Mechanik.

Fazit: Was öffentlich ist, sollten Sie auch wissen

Wenn das SHAB Ihren Kunden für insolvent erklärt, sollte das nicht erst Wochen später durch eine Lokalzeitung zu Ihnen kommen. Wenn ein Bestandskunde einen neuen CEO bekommt, sollte das nicht der zufällige LinkedIn-Algorithmus für Sie entscheiden. Monitoring Radar macht aus den 37 öffentlichen Ereignistypen einen täglichen, gefilterten, zuweisbaren Workflow.


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